Beschreibung
Es war die erste Wahl in Israel seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem Beginn des Gaza-Kriegs. Nach drei Jahren Krieg war die Parlamentswahl in Israel nochmal polarisierter als sonst – und das zeigt sich auch an der Wahlbeteiligung. Laut dem Zentralen Wahlkomitee sind ca. 78 Prozent der Wahlberechtigten wählen gegangen – so viele wie seit 1999 nicht mehr.
Die Stimmenauszählung läuft zum Redaktionsschluss dieses Podcasts noch, das offizielle Ergebnis soll acht Tage nach der Wahl veröffentlicht werden. Sicher ist aber bereits, dass weder der amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanjahu noch sein größter Konkurrent Gadi Eisenkot die Wahl klar gewonnen haben.
Vielmehr gibt est eine Patt-Situation. Dabei könnte die Rolle des Königsmachers den arabischen Parteien zufallen, die bei der Wahl mit bislang 19 Sitzen historisch gut abgeschnitten haben.
Kristiana Ludwig, SZ-Korrespondentin für Israel und die palästinensischen Gebiete, erklärt im Podcast, dass der amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Koalition mit den arabischen Parteien bereits im Wahlkampf ausgeschlossen hat. Oppositionsführer Eisenkot dagegen hat sich diese Möglichkeit rhetorisch noch offen gehalten. In Israel wird allerdings auch gespannt darauf geschaut, ob es nicht doch zu einer Netanjahu-Eisenkot-Koalition kommen könnte, sollte Netanjahu nicht mit den rechtsextremen Parteien koalieren können.
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Moderation, Redaktion: Pauline Claßen
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Juno Graner
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