Beschreibung
Überraschend hat Amtsinhaber Luiz Inacio Lula da Silva die Stichwahl um die Präsidentschaft in Brasilien gewonnen. Der linke Politiker erreichte 51,8 Prozent, Herausforderer Flavio Bolsonaro nur 48,2 Prozent. Der Rechtspopulist Bolsonaro will die Wahlen wegen der Einmischung der Justiz annullieren lassen. Doch wie Lula hatte auch sein Lager eine längere Öffnung der Wahllokale beantragt, sagt SZ-Südamerika-Korrespondent Jan Heidtmann.
Im Schlussspurt hatte Lula millionenschwere Investitionen in das Gesundheits- und Bildungssystem versprochen und potenzielle Wähler in den sozialen Medien mobilisieren können. So habe er gegenüber dem ersten Wahlgang in der Stichwahl um bis zu neun Millionen Stimmen zugelegt. Allerdings ist fraglich, ob Lula seine Pläne realisieren kann. Denn die Wahlen haben auch zu einem Rechtsruck im Kongress geführt. Dort hat Bolsonaros Lager eine derart große Mehrheit, dass es die Verfassung ändern und Lulas Vetos überstimmen kann.
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Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Julius Zimmer
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über BBC und CNBC.
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