Beschreibung
Die Kritik am Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner am vergangenen Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump reißt nicht ab. Schließlich sind Anfang November in den USA Zwischenwahlen, bei denen Trumps Republikaner Umfragen zufolge ihre Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses verlieren könnten.
Laut Audi wurde eine Delegation des Autobauers in Georgia während der Verhandlungen über ein geplantes Werk dort gebeten, die Pläne gemeinsam mit dem US-Präsidenten vorzustellen. Die Entscheidung, dieser Einladung zu folgen, sei im Interesse des Unternehmens getroffen worden. In dem neuen Audi-Werk in Georgia sollen bald vor allem SUV-Modelle mit Verbrennermotoren vom Band laufen.
Wie andere deutsche Autobauer leidet auch Audi derzeit massiv unter Trumps Zöllen. Deshalb gehe es Audi um existenzielle Fragen, sagt Stephan Radomsky aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Ohne Präsenz in den USA werde es für Audi extrem schwierig. Aber neben dem Audi-Vorstand müsse auch noch der VW-Aufsichtsrat dem Bau des Werkes in den USA zustimmen. Und diese Zustimmung sei nach Döllners Auftritt unsicherer denn je.
Radomsky bezweifelt, dass mögliche, künftige Gewinne aus dem Werk in Georgia deutschen Standorten zugutekommen werden. Auch könnte bis zum Produktionsbeginn Anfang der 2030er Jahre bereits die nächste oder übernächste US-Regierung an der Macht sein und sich bis dahin die Nachfrage völlig verändert haben. Im Grunde sei dieses Vorhaben also eine große Wette mit ungewissem Ausgang.
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Zum Weiterlesen:
Hier lesen Sie den Bericht über den Auftritt des Audi-Chefs mit Trump.
Reaktionen auf den Auftritt von Gernot Döllner im US-Wahlkampf finden Sie hier.
Und hier einen Kommentar dazu.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Julius Zimmer
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über 13WMAZ.
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