Beschreibung
Klaus Kinski (geb. am 18.10.1926) ist ein begnadeter Schauspieler: Intensiv, immer am Rande des Wahnsinns, und genialer Darsteller bei Werner Herzog. Und ein Vater, der seinen Kindern Leid zufügt.
In diesem Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer:
- dass Klaus Kinski traumatisiert aus dem Zweiten Weltkrieg zurückgekommen ist,
- wie er seine ersten Bühnenrollen wegen seiner Wutausbrüche schnell wieder verliert,
- warum seine Tochter Pola Kinski nach seinem Tod mit dem Buch "Kindermund" den sexuellen Missbrauch durch den Vater öffentlich macht,
- wie Klaus Kinski an seinem Filmprojekt über den Teufelsgeiger Niccolò Paganini fast zerbricht.
Klaus Kinski beginnt seine Karriere in den Edgar-Wallace-Filmen der 1960er Jahre als Psychopath oder Bösewicht. Über seine düsteren Rollen sagt er einmal: "Ich spiele nicht, ich bin das". Die Dämonen, die er auf die Leinwand bringt, prägen auch sein Privatleben. Seine Exzesse und unkontrollierten Wutausbrüche sind ebenso berüchtigt wie gefürchtet.
Zu künstlerischen Höchstleistungen läuft Klaus Kinski unter der Regie des jungen Werner Herzog auf. Bereits ihr erster gemeinsamer Film, "Aguirre, der Zorn Gottes", wird von Kritikern gefeiert. Es folgen vier weitere Filme (Woyzeck, Nosferatu, Fitzcarraldo, Cobra Verde), die alle zu den bedeutendsten Werken des deutschen Kinos zählen. Kinski stirbt 1991 im Alter von 65 Jahren an einem Herzinfarkt.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Christian David, Kinski-Biograf
- Daniel Wagner, Kölner Psychologe
- Christian David: Kinski: Die Biographie. Berlin 2006.
- Pola Kinski: Kindermund. Berlin 2013
Weiterführende Links:
- Zeitzeichen 05.09.1942: Regisseur Werner Herzog wird in München geboren
- Stichtag 24.11.1940: Moderator Reinhard Münchenhagen wird geboren
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Herwig Katzer
Redaktion: Emily Jeuckens, Frank Zirpins





