Beschreibung
Warum fühlen wir uns selbst mit 40, 50 oder 60 am elterlichen Esstisch manchmal schlagartig wieder wie Zwölfjährige? In dieser Folge nehmen Brigitte und Stephan unser wohl komplexestes Beziehungsgeflecht unter die Lupe: das Verhältnis zu unseren Eltern. Aufhänger ist ein provokantes Zitat des britischen Dichters Philip Larkin, nachdem Eltern grundsätzlich das Leben ihrer Kinder versauen würden, selbst wenn sie es nicht wollen.
Stephan berichtet von einer berührenden Aufstellung beim Männer-Retreat, in der das Trennen von elterlichen Schmerzen und elterlicher Liebe gelang.
Brigitte zeigt, wie aus strengen Urteilen Verständnis für die Biografie der Eltern wird – ohne alles gutheißen zu müssen.
Beide sprechen auch darüber, warum perfekte Eltern ein Albtraum sind, wie man friedliche Spielregeln für Elternbesuche und Familienfeste aufstellt und sie ziehen Zwischenbilanz ihrer und unserer Zuversichts-Challenge mit Volker Busch.
📄 Impulse, Zitate, Transkript und alle Links zur Folge: huberseiler.de/f/58
Kapitelübersicht
00:00 „Deine Eltern versauen dich“: Warum wir über Eltern sprechen (Philip Larkin)
04:21 Küche, Disziplin, Glaubenssätze: was wir von unseren Eltern haben
07:42 Warum Besuche bei den Eltern so erschöpfen
10:26 Eltern als Menschen mit eigener Geschichte
17:29 Harmoniebedürfnis und Durchsetzungswille
19:51 Ungefragte Ratschläge: Wer erzieht hier eigentlich wen?
23:10 Vom Eltern-Kind-Verhältnis zur Beziehung unter Erwachsenen
33:18 Kindheit ruhen lassen oder die Eltern konfrontieren?
39:36 Eine Sache vornehmen: ein übernommenes Muster ablegen
43:44 Wie sehr können wir bei unseren Eltern wir selbst sein?
48:56 Fragen an die Eltern: Verstehen heißt nicht einverstanden sein
53:56 Raus aus der Kinderrolle: Apfel, Stamm und „gut genug“ (Winnicott)
57:07 Was wir mitnehmen: ein Vorsatz für Weihnachten
59:36 Unsere Challenge: was besser lief als befürchtet (Volker Busch)
1:06:52 Vorschau auf unseren nächsten Gast: Dr. Anne Fleck
Zitate & Redewendungen
- „They f* you up, your mum and dad. They may not mean to, but they do.“ – Philip Larkin (britischer Dichter, 1922–1985).
- „Verstehen heißt nicht einverstanden sein zu müssen.“ – Brigitte Huber über Elterngenerationen.
- „Wir hören zwar nicht so gern auf die Älteren, aber wir haben nie versäumt, sie nachzuahmen.“ – James Baldwin (US-Schriftsteller, 1924–1987).
- „Junge, warum hast du nichts gelernt? Guck dir den Dieter an, der hat sogar ein Auto.“ – Die Ärzte („Junge“).
- „Good enough parents sind besser als perfekte Eltern.“ – Donald Winnicott (Kinderarzt & Psychoanalytiker).
Referenzen & Buchempfehlungen
- Philip Larkin: „This Be The Verse“ (Gedicht).
- Die Ärzte: „Junge“ (Song).
- Jesper Juul & Donald Winnicott: Konzept der „perfekten“ vs. „gut genugen“ Eltern.
- Die Psychologin Stefanie Stahl war in Folge 09 zu Gast, der Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt in Folge 55.
- In der kommenden Folge 59 wird Dr. Anne Fleck, Ernährungsmedizinerin & Autorin, unser Gast sein.
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- Alina Sawallisch (Titelbild)
- Gaby Gerster (Foto v. Brigitte Huber)
- Jens Koch (Foto v. Stephan Seiler)
Vielen Dank fürs Zuhören – und fürs gemeinsame Älterwerden.
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