Beschreibung
Sollten Immobilienkonzerne wie Vonovia enteignet werden, um dauerhaft bezahlbare Mieten zu sichern? Über diese Frage wird nach dem Wahlsieg der Linken bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin heiß diskutiert. Denn die Berliner Linkspartei will ihr Wahlversprechen einlösen und bis zu 220.000 Wohnungen in die öffentliche Hand überführen. Dafür könnten Entschädigungszahlungen von mehr als 40 Milliarden Euro fällig werden. Linken-Spitzenkandidatin und Wahlsiegerin Elif Eralp macht die Umsetzung des Plans zur Bedingung für eine Koalition mit den Grünen und der SPD.
Doch welche ökonomischen Folgen hätte das – nicht nur für die betroffenen Wohnungskonzerne, sondern auch für den Berliner Haushalt? Und welches Signal würde der Wirtschaftsstandort Deutschland mit einem solchen Schritt an internationale Investoren aussenden? Über diese Fragen spricht Philipp Deschermeier, Senior Economist für Immobilienökonomik und Demografie beim Institut der deutschen Wirtschaft, im Podcast.
Linke will Wohnungskonzerne enteignen – worum es genau geht
Außerdem: Der Autobauer Mercedes will sein seit Anfang 2025 laufendes Sparprogramm in Deutschland deutlich verschärfen. Die Beschäftigten hierzulande sollen für das gleiche Gehalt länger arbeiten. Im Gespräch ist eine 38-Stunden-Woche, aber auch Kürzungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie der jährlichen Gewinnbeteiligung. Sollte es zu keiner Einigung mit der Arbeitnehmerseite kommen, droht Mercedes Insidern zufolge mit Produktionsverlagerungen ins Ausland und Werksschließungen. Das sorgte für wütende Reaktionen bei der bundesweiten Protestaktion der IG Metall am Montag. Handelsblatt-Autoreporter Michael Scheppe war bei einer Kundgebung in Stuttgart vor Ort und berichtet von seinen Eindrücken.
Mercedes erwägt Abzug von Produktion aus Deutschland
Moderiert von Anis Micijevic
Produziert von Lukas Teppler
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