#391 Erklär mir die Tech-Oligarchen, Jannis Brühl

Wie ticken Peter Thiel, Elon Musk & Co? Der Journalist Jannis Brühl erklärt die Ideologie der Tech-Oligarchen, warum man Start-up-Denke nicht auf die Demokratie übertragen kann und wie wir uns in Europa digital wehren können.

🙆 Jannis Brühl ist Journalist und leitet das Team Geld, Arbeit, Tech bei der Süddeutschen Zeitung. Sein Buch »Disruption: Die Ideologie der Tech-Oligarchen und das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen« ist bei DVA erschienen. https://amzn.to/4slBAkM

Diese Bücher empfiehlt Jannis:

  1. The Curse of Bigness von Tim Wu, https://amzn.to/48uTUkv 
  2. Waking Up von Sam Harris, https://amzn.to/48YeSYW
  3. Fooled by Randomness von Nassim Nicholas Taleb, https://amzn.to/4tWSVlh

Jannis‘ Shoutout für Medien

  • Inoreader(RSS-Reader), https://www.inoreader.com/: Jannis Brühl nutzt diesen RSS-Reader als morgendliche Informationsquelle – ohne Algorithmus, chronologisch, mit eigens ausgewählten Quellen. Eine bewusste Alternative zu Social-Media-Feeds.

Was nehme ich mir mit?
Meine Learnings habe ich in meinem Paper Republic Notizbuch mitgeschrieben. Paper Republic ist das offizielle Leder-Notizbuch zum Podcast, die zeitlosen, schicken und funktionalen Notizbücher werden wie Erklär mir die Welt in Wien produziert. Was nehme ich mir mit?

  1. Einige wenige Menschen sind viel zu mächtig geworden. 
    Elon Musk, Mark Zuckerberg oder Peter Thiel sind nicht nur reich, sie mischen auch stärker als Reiche früher in der Politik mit. Sie lobbyieren nicht nur, sondern sie geben sich als große Vordenker einer neuen Welt und haben damit großen Einfluss. Und gleichzeitig kontrollieren sie wichtige Social Media Plattformen, KI, Raumfahrt oder Militärtechnologie. 
  2. Ihr Denken ist eindimensional. 
    Nur weil etwas in der Start-up-Welt funktioniert, kann man diese Prinzipien nicht bei einer liberale Demokratie, einem Rechtsstaat und der Bürokratie anwenden. Kreative Zerstörung ist in der Unternehmenswelt eine mächtige Idee, aber eine Demokratie lebt von Kompromissen, offenen Diskurs und klaren Regeln, die für alle gelten. 
  3. Eine unheilige Allianz. 
    Eigentlich passt die rechtspopulistische MAGA-Bewegung gar nicht zu den Tech-Futuristen. Hier vereinen sich Menschen mit sehr unterschiedlichem Weltbild, aber sie vereint der Wille zu Macht und Veränderung und der Hass auf den Staat, Bürokratie, Demokratie und progressive Werte wie Diversität und Solidarität.

 

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