Beschreibung
Am Wochenende hat die Junge Union, die Nachwuchsorganisation der CDU, ihr jährliches Treffen abgehalten, den sogenannten Deutschlandtag. In ihren Reden haben Bundeskanzler Friedrich Merz, der NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und CSU-Chef Markus Söder vor allem in eine Richtung ausgeteilt: nach links.
Dass die Linke ein so großes Thema auf dem Deutschlandtag der JU war, hängt vor allem damit zusammen, dass gerade in Berlin über eine Rathaus-Koalition verhandelt wird. Am Sonntag haben Rot-Rot-Grün erfolgreich ihre Sondierungsgespräche beendet. SPD und Grüne stimmen am Montagabend ab, ob sie sich im nächsten Schritt auf Koalitionsverhandlungen mit der Linken einlassen wollen. Die Linke entscheidet darüber Ende Oktober.
Und gerade, weil die Union momentan so sehr in Richtung der Linken wettert, gibt es die These, dass die Union das mache, um vorzubereiten, die Brandmauer zur AfD einzureißen.
Claus Hulverscheidt, SZ-Korrespondent im Hauptstadtbüro in Berlin, kann diese These nicht nachvollziehen. Er sagt, wenn die CDU/CSU tatsächlich mit der AfD koalieren wollte, könnte sie das schon längst tun. Der eigentliche Punkt sei aber, dass die AfD nicht mit der CDU kooperieren, sondern sie zerstören wolle. Dementsprechend sei es Wahnsinn für die CDU, mit einer solchen Partei zusammenzuarbeiten - und das wüssten auch Merz, Söder und Wüst.
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Moderation, Redaktion: Pauline Claßen
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Julius Zimmer
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über tagesschau.de und BR24.
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