Beschreibung
Nach Angaben der Veranstalter waren am Samstag deutschlandweit etwa 120 000 junge Menschen zumeist friedlich auf den Straßen, laut Zahlen der Polizei waren es mehr als 65 000. Samstagabend sind die Proteste wie in Frankfurt am Main teils in schweren Krawallen gemündet. Dort flogen Steine und Molotowcocktails, Randalierer zerstörten Schaufenster, es gab Plünderungen. Mehr als 100 Polizisten wurden verletzt. Auch in Köln, Hamburg und Berlin gab es nach überwiegend friedlichen Demonstrationen Tausender junger Menschen Ausschreitungen und Zusammenstöße mit der Polizei, dort aber nicht so heftig wie in der Bankenmetropole.
Laut Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) war die Tätergruppe “überwiegend migrantisch geprägt.“ Bildungsministerin Karin Prien (CDU) verurteilte die Krawalle, will wichtige inhaltliche Fragen der Jugendlichen aber ausdrücklich aufgreifen: “Die Anliegen der Jugendlichen sind berechtigt und überaus relevant.“
Fünf Geschäfte wurden nach Angaben der Polizei geplündert,17 wurden beschädigt, sagt SZ-Korrespondentin Kathrin Wiesel-Lancé. Festgenommen wurden 54 Personen im Alter zwischen 13 und 29 Jahren, überwiegend mit deutscher Staatsangehörigkeit, aber tatsächlich mit migrantischer Herkunft. Für Wiesel-Lancé ein schwammiger Begriff: “Was heißt jetzt Migrationshintergrund oder nicht?”
Weitere Nachrichten: Prozessbeginn zur Amokfahrt in Leipzig; Hubig will härtere Strafen für Sexualstraftäter. Zum Weiterlesen:
Hier steht ein Bericht darüber, wer da am Samstag randaliert hat.
Und hier findet sich ein Bericht über den neuen Formel-1-Weltmeister Kimi Antonelli.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Philipp Saul
Produktion: Julius Zimmer
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters, ZDF, DLF.
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