Jakobskreuzkraut: wichtige heimische Wildpflanze
Jakobskreuzkraut ist sehr giftig für Weidetiere, vor allem wenn es ins Heu gerät. Frisch auf der Wiese meiden die Tiere es in der Regel. Sobald es aber im Heu landet, können sie es nicht mehr "herausfiltern", fressen es und dann ist es tatsächlich sehr giftig, insbesondere für Pferde.
Gleichzeitig ist Jakobskreuzkraut eine heimische Wildpflanze, und
ich plädiere sehr dafür, sie nicht überall zu entfernen. Es gibt viele giftige Pflanzen, mit denen wir täglich leben. Ein Beispiel ist der Kirschlorbeer, den gefühlt jeder zweite im Garten hat – der ist ebenfalls giftig.
Wir brauchen die heimischen Pflanzen. Beim Jakobskreuzkraut gibt es etwa einen Schmetterling, dessen Raupen darauf angewiesen sind, die Blätter dieser Pflanze zu fressen. Solche Pflanzen sind wichtig für die Artenvielfalt.
Deshalb würde ich sagen: An Stellen, wo es wirklich problematisch ist – also auf Heuwiesen und dort, wo Kinder unmittelbaren Kontakt haben könnten – sollte man Jakobskreuzkraut entfernen. An Orten hingegen, wo es nicht stört, darf es ruhig wachsen. Denn es ist eine Pflanze, die hierhergehört und die ihren Wert für die Artenvielfalt hat.