Beschreibung
Warum klassische Antifaltencremes wenig bringen
Antifaltencremes kann man sich meist sparen. Die versprochenen Antifalten-Wirkstoffe, die man teuer bezahlt, können gar nicht dort eindringen, wo sie eigentlich gebraucht würden: Wir bräuchten sie in der Lederhaut, also in der zweiten Hautschicht. Dort befindet sich das Kollagen als Stützgerüst fürs Bindegewebe; das gibt uns Halt. Die elastischen Fasern sorgen für die Rücksprungkraft, damit nichts "baumelt". Und die Hyaluronsäure gibt uns den "Saft".
Das können wir nicht an die Haut "hincremen", weil die Hautbarriere das alles draußen hält.
Sinnvolle Maßnahmen gegen Hautalterung
Was sehr wohl sinnvoll gegen Faltenbildung ist, ist die konsequente Nutzung von Sonnencreme. Das ist eine gute Anti-Aging-Maßnahme.
Wenn wir trockene Haut haben oder zu Entzündungen neigen, können wir genau diese Stellen punktuell mit minimalistischen Cremes pflegen – also Cremes, die nicht zu viele Inhaltsstoffe enthalten. Beispielsweise reicht reine Sheabutter, ein kalt gepresstes Fett vom afrikanischen Karitébaum. Wenn das zu fettig, gibt es sehr gute biomimetische Cremes ohne Duftstoffe, Farbstoffe und Konservierungsstoffe.
Am Körper darf etwas Harnstoff (Urea) in der Pflege enthalten sein, weil er Feuchtigkeit bindet. Im Gesicht kann ein wenig Hyaluronsäure sinnvoll sein.
Wer medizinisch gegen Falten "ancremen" möchte, sollte zum Hautarzt oder Hormonarzt gehen. Gerade für Frauen in der Menopause können Östrogen und Progesteron in eine Creme eingemischt werden. Außerdem kann man mit starkem Vitamin A arbeiten, das jedoch so stark ist, dass es oft nur einmal pro Woche vertragen wird. Sonst drohen Schuppenbildung und Rötungen – und das sieht auch nicht jung aus.
Wer also etwas "extravagant" bei der Faltenbehandlung vorgehen möchte, sollte eher zu Arzneimitteln greifen als zu Kosmetik. Zaubern kann aber nichts davon – und teure Antifaltencremes sind definitiv nicht nötig.