Beschreibung
Ein Navigationsfehler? Eine Spionagemission? Als am 28.10.1981 ein sowjetisches U-Boot in den Schären auf Grund läuft, beginnt eine der größten Krisen des Kalten Krieges.
In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner:
- warum viele Schweden nicht an einen Navigationsfehler glauben,
- warum Schweden später sogar Heringe für feindliche U-Boote hält,
- wie ein einziges Funkwort die geheime Bergung des U-Boots einleitet,
- warum der Vorfall den Spitznamen "Whiskey on the Rocks" bekommt.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober 1981 passiert genau das, wovor die schwedische Marine seit Jahren warnt. Mitten im streng bewachten Küstengebiet sitzt plötzlich ein U‑Boot fest - nicht irgendeins, sondern ein sowjetisches. Der Kommandant Pjotr Guschtschin erklärt die Havarie mit ausgefallenen Navigationsgeräten. Das Boot habe sich schlicht verirrt.
In Schweden schenkt man dieser Version wenig Glauben - kann man sich um 60 Seemeilen verrechnen? Viele halten den Vorfall für eine gezielte Spionagemission. Als Messungen zudem Hinweise auf Atomwaffen an Bord ergeben, wird aus dem festgefahrenen U-Boot eine internationale Krise. Am Ende lenkt die Sowjetunion ein: Es gibt eine offizielle Entschuldigung, der Kommandant wird von schwedischen Behörden befragt und die Sowjets übernehmen die Bergungskosten. Der Vorfall geht als "Whiskey on the Rocks in die Geschichte des Kalten Krieges ein.
Das ist unser wichtigster Interviewpartner:
- Lennart Eliasson, ehemaliger Fährkapitän
Weiterführende Links:
- Planet Wissen: Kalter Krieg
- Planet Wissen: Der Warschauer Pakt
- Planet Wissen: Geschichte der U-Boote
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Martina Meißner
Redaktion: Frank Zirpins





