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Was jetzt? · 8. Oktober 2026

Ist der Weg für Rot-Grün-Rot in Berlin jetzt frei? (Update)

11 MinNachrichten

Beschreibung

Zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus haben Linke, SPD und Grüne laut Medienberichten Sondierungsgespräche vereinbart. Bei der Wahl am 20. September war die Linke mit 25,7 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden. Grüne und SPD hatten eine Vereinbarung zum Umgang mit Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zur Voraussetzung für weitere Gespräche gemacht. Nun haben sich die Parteien auf gemeinsame Regeln verständigt, die bei antisemitischen Vorfällen greifen sollen. Damit ist eine zentrale Hürde für eine mögliche rot-grün-rote Koalition aus dem Weg geräumt. Fritz Zimmermann, Redakteur im Politikressort der ZEIT, erklärt im Podcast, worauf sich die drei Parteien geeinigt haben und welche politischen Differenzen noch bestehen.

Die 87-jährige Spanierin María del Carmen Abascal ist gestorben. Abascal, die meist Maricarmen genannt wurde, hatte 70 Jahre lang in derselben Wohnung in Madrid zur Miete gewohnt. Ende September wurde sie nach einem jahrelangen Rechtsstreit auf einer Trage aus ihrer zwangsgeräumten Wohnung in Madrid geholt. Ein Investor hatte die Immobilie gekauft und den Mietpreis nach Angaben des Mieterverbands um 275 Prozent auf 2.650 Euro erhöht. Die Zwangsräumung hatte zu landesweiten Protesten geführt, Maricarmen stand symbolisch für die Wohnungskrise im Land. Nachdem ein Maßnahmenpaket der Regierung gegen die Wohnungsnot im Parlament gescheitert war, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen für den 29. November an. Welche Auswirkungen ihr Tod auf die Protestbewegung haben könnte und ob ihre Zwangsräumung zu ihrem Tod beigetragen hat, erklärt Julia Macher, Spanien-Korrespondentin der ZEIT.

Der britische Premierminister Andy Burnham ist zu seinem Antrittsbesuch bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin. Deutschland und Großbritannien wollen bei der Bekämpfung von Cyberangriffen, Sabotage und anderen hybriden Bedrohungen enger zusammenarbeiten. Mit dem Kensington-Vertrag, einem Freundschaftsvertrag zwischen beiden Ländern, wollen sie ihre Beziehung nach dem Brexit auf eine neue Grundlage stellen.

Und sonst so? Der Literaturnobelpreis geht an die kanadische Dichterin Anne Carson

Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser

Redaktion: Helena Schmidt, Constanze Kainz, Rita Lauter

Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković

Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. 

Weitere Links zur Folge:

Linke in Berlin: Linke, Grüne und SPD in Berlin einigen sich auf Sondierungsgespräche

Spanien: 87-jährige Spanierin stirbt nach Zwangsräumung in Madrid

Spanien: Maricarmen – das Symbol der spanischen Wohnungskrise

Andy Burnham: Deutschland und Großbritannien wollen Cyberabwehr stärken

Literaturnobelpreis: Anne Carson aus Kanada erhält Literaturnobelpreis, die Akademie würdigt das »kühne und einfallsreiche Werk«.

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