Warten statt erwarten

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Ob der Schrauber wohl erfolgreich war und die Frau fürs Leben gefunden hat? 


Fakt ist, der Kerl hat jede Menge Erwartungen. Und mit Erwartungen ist das so eine Sache. Wir haben sie alle, ob nun an andere Menschen, den Job, das nächste Auto uns selbst … und letztendlich auch an Gott. Kein Mensch scheint ohne Erwartungen zu sein. So ticken wir eben. 


Welche Erwartungen hast Du? Und für welche Erwartungen betest Du? Ob unser Schrauber für eine Frau mit Haus und Hof am Nürburgring betet, weiß ich nicht. 


Wenn ich bete, dann bitte ich Gott darum das Beste für mich zu tun!


Ich vertraue ihm – er weiß doch was das Beste ist! Er hat mich in diese Welt gesetzt. Kennt mich genau, mit all meinen Fehlern, Schwächen, Stärken und Sehnsüchten. Klar, äußere ich Wünsche. Doch ich versuche meine Erwartungen zurückzustellen, um offen zu sein und zu bleiben – auch für etwas Neues! Das fällt mir nicht leicht, aber hey in Lukas 11, 11-13 steht:
 

"Ist unter euch ein Vater, der seinem Kind eine Schlange geben würde, wenn es um einen Fisch bittet? Oder einen Skorpion, wenn es um ein Ei bittet? So schlecht ihr auch seid, ihr wisst doch, was euren Kindern gut tut, und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird der Vater im Himmel denen den Heiligen Geist geben, die ihn darum bitten.«


Etwas zu erwarten bedeutet eine Anspruchshaltung einzunehmen. ​Ich lege fest, wie etwas oder jemand zu sein und sich zu verhalten hat. Das kann andere erdrücken und mich enttäuschen, weil meine Erwartungen wohl kaum immer erfüllt werden. Ich glaube es ist cleverer, auf Empfangshaltung zu setzen und geduldig zu warten. Ich sagte cleverer, nicht einfacher wink


Ich möchte frei – nicht festgelegt – leben und glauben!


Ich möchte Gott nicht in meine vorgefertigte Schablone pressen. Klappt eh nicht. Gott entspricht ohnehin nicht immer meinen Vorstellungen. Und damit bin ich nicht die Einzigste! Ich will nur mal dran erinnern, dass damals die gleichen Menschen, die "Gelobt sei Gott" schrien später auf die Straße gingen und "Kreuzigt ihn!" brüllten. Tschja. Jesus benahm sich nicht wie erwartet! "Böser, böser Gott!" – die Stimmung kippte und den Menschen passte dieser Gott – geboren unter den Ärmsten in einem Stall – nicht in den Kram! Sie brachten ihn gnadenlos um!


Ich will daraus lernen und Gott Gott sein lassen. Ich glaube wir sollten ihm manchmal echt mehr zutrauen und machen lassen. Er weiß was wir brauchen, noch bevor wir die geringste Ahnung davon haben!

 

Genug der Worte. Hab ne schöne Woche!

Mandy