Offenheit - Kann ich auch zuviel von mir erzählen?

Außerdem: Psychische Störungen - Ein Risiko für Gewalt? (14:55) // Mehr spannende Themen wissenschaftlich eingeordnet findet ihr hier: www.quarks.de // Habt ihr Feedback, Anregungen oder Fragen, die wir wissenschaftlich einordnen sollen? Dann meldet euch über Whatsapp oder Signal unter 0162 344 86 48 oder per Mail: quarksdaily@wdr.de.
Host in dieser Folge ist Yvi Strüwing.
Und hier kommen noch die wichtigsten Infos für Euch:
OFFENHEIT - KANN ICH AUCH ZUVIEL VON MIR ERZÄHLEN?
Offenheit ist ein menschliches Grundbedürfnis: Über uns selbst zu sprechen, aktiviert im Gehirn Belohnungssysteme und schafft Nähe vorausgesetzt, die Bedingungen stimmen. Schwierig wird es aber, wenn wir zu viel von uns preisgeben.
Autorin: Christiane Tovar
Dass Personen es als belohnend erleben, über sich selbst zu sprechen, zeigt diese Studie aus Harvard:
https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1202129109
Wenn uns etwas emotional mitnimmt, wollen wir meistens darüber reden:
https://www.researchgate.net/publication/254609896_Social_sharing_of_emotion_following_exposure_to_a_negatively_valenced_situation
Die Studie zeigt: Menschen teilen besonders dann sehr viele persönliche Informationen, wenn sie ängstlich sind, Aufmerksamkeit suchen oder soziale Medien problematisch intensiv nutzen.
https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/00332941221122861
Nutzer reagieren auf Social Media positiver auf persönliche und authentische Beiträge als auf inszenierte Selbstdarstellungen:
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/0144929X.2025.2590096
Wie gute Gespräche funktionieren, könnt ihr in dieser Folge von Quarks Daily nachhören:
https://www.ardaudiothek.de/episode/quarks-daily-dein-taeglicher-wissenspodcast/jahresrueckblick-bitte-an-das-schoene-denken/wdr/14008241/
PODCAST-TIPP:
Hier gehts zum Y-Kollektiv-Podcast:
https://1.ard.de/y_kollektiv_der_podcast?c=malange
PSYCHISCHE STÖRUNGEN - EIN RISIKO FÜR GEWALT?
Nach Amoktaten wie zuletzt in Leipzig fragen sich viele: Haben Menschen mit psychischen Störungen ein höheres Gewaltrisiko? Und wenn ja - was ließe sich tun, um solche Taten zu verhindern?
Autor: Lukas Kohlenbach
Wie hoch das tatsächliche Risiko sein könnte, lässt sich anhand von Daten aus Schweden abschätzen: https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/fullarticle/2758324?utm_campaign=articlePDF&utm_medium=articlePDFlink&utm_source=articlePDF&utm_content=jamapsychiatry.2019.4275
Suchterkrankungen, Schizophrenien und Persönlichkeitsstörungen erhöhen das Risiko am stärksten: https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S2666-7762%2823%2900200-4
Die mediale Berichterstattung von Amoktaten könnte zu steigender Stigmatisierung beitragen: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0165178117300252?casa_token=0j7MgheuoR4AAAAA:QdXBZ1ET9D3hgaBTanyVjbFT95RDhIPC2ksdSeqz4WKNnkkC4FegOCct9M3CU_K6O8TladTF