Lesen vs. Podcast - Sind wir gleich gut informiert?

Außerdem: Fehlgeburten - Endlich raus aus der Tabuzone? (8:19) // Mehr spannende Themen wissenschaftlich eingeordnet findet ihr hier: www.quarks.de // Habt ihr Feedback, Anregungen oder Fragen, die wir wissenschaftlich einordnen sollen? Dann meldet euch über Whatsapp oder Signal unter 0162 344 86 48 oder per Mail: quarksdaily@wdr.de.
Host in dieser Folge ist Ina Plodroch.
Und hier kommen die wichtigsten Infos für euch:
LESEN VS. PODCAST - SIND WIR GLEICH GUT INFORMIERT?
Podcasts hören wir überall - im Alltag, nebenbei, fast automatisch. Aber wie gut verstehen wir Inhalte eigentlich, wenn wir sie nur hören statt lesen? Wir klären, was Forschung dazu sagt – und ob klassisches Lesen wirklich einen Vorteil hat.
Autor: Dr. Andreas Sträter
Die Meta-Studie der US-Bildungsforscherin Virginia Clinton-Lisell zum Textverständnis von Büchern gegenüber Audioboks findet ihr hier: https://journals.sagepub.com/doi/10.3102/00346543211060871
Diese Studie der Universität Utrecht untersucht, wie Lesen und Zuhören zusammenhängen, also ob es eher die gleichen Fähigkeiten sind oder unterschiedliche Prozesse im Gehirn nutzen: https://link.springer.com/article/10.1007/s11145-018-9924-8
In dieser Studie haben sich Forschende der University of California, Los Angeles (UCLA) untersucht, wie sich höhere Abspielgeschwindigkeiten (z. B. 1,5x, 2x) und Ablenkungen auf das Verständnis von Audio- und Videoinhalten auswirken: https://doi.org/10.1007/s10648-024-09917-7
Auf unserer Webseite quarks.de beschäftigen wir uns damit, ob wir lernen können, schneller zu lesen: https://www.quarks.de/gesellschaft/bildung/schnell-lesen-dimension-ralph/
FEHLGEBURTEN - ENDLICH RAUS AUS DER TABUZONE?
Fehlgeburten sind oft sehr belastend für die Betroffenen. Offene Kommunikation, die den Schmerz und die Trauer anerkennt, könnte ihnen helfen.
Autorin: Christina Sartori
Fehlgeburten kommen recht häufig vor, zeigen u.a. diese Studien:
https://www.bmj.com/content/364/bmj.l869
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22511535/
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5771868/
Über Ursachen und Konsequenzen, ebenso wie über den Umgang mit Betroffenen sollte weltweit mehr geforscht werden, fordern die Autor:innen dieser Studie:
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(21)00682-6/abstract
Fehlgeburten müssen auch als psychisches Gesundheitsrisiko ernst genommen werden, zeigt diese Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1521693406001568
Soziale Unterstützung und Anerkennung des Verlusts helfen bei der Trauerbewältigung, ergibt diese Übersichtsarbeit: https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1089/jwh.2007.0505
Für diese Studie wurden Betroffene befragt. Unter anderem zeigt sich: Oft fühlten sie sich isoliert. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5372116/