Beschreibung
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Wallbox von Hersteller A, Wechselrichter von Hersteller B, dazu Hausspeicher, Wärmepumpe und ein dynamischer Stromtarif: Wer das alles zusammen steuern will, landet schnell zwischen mehreren Apps und geschlossenen Ökosystemen. Genau hier setzt das Open-Source-Energiemanagement evcc an. Darüber sprechen Dennis und Fabi mit Michael Geers, der seit 2020 zum dreiköpfigen Core-Team gehört und sich vor allem um Oberfläche und Web kümmert.
Den Anstoß gab eine Nachricht aus der Community nach unserem CTO-Special mit 1KOMMA5°. Michael erzählt, wie aus dem kleinen Projekt von Gründer Andreas Linde Ende 2019 eine große Community geworden ist und erklärt das Sponsoring-Modell: Der Code liegt offen auf GitHub, der Großteil steht unter MIT-Lizenz, für viele kommerzielle Wallboxen braucht es aber ein Sponsortoken. Getragen wird evcc so vor allem von den Nutzer:innen selbst.
Technisch steckt dahinter ein Go-Backend mit MQTT, REST und MCP, eine Vue.js-Oberfläche, ein Armbian-Image für den Raspberry Pi und eine Companion-App mit nativen Widgets. Bei den Geräten wird es bunt: Wallboxen sprechen oft Modbus, Wärmepumpen lassen sich per SG Ready boosten oder dimmen und bei Fahrzeugen bleibt häufig nur die reverse-engineerte App-API. Fast jede Integration entsteht, weil jemand aus der Community genau dieses Gerät zu Hause hat.
Warum ihr an die Daten eures eigenen Autos kommen solltet, zeigt die Geschichte um die Fahrzeug-APIs im VW-Konzern. Während dort Schnittstellen dichtgemacht wurden, ist Škoda nach viel Feedback aus der Community auf das Team zugekommen und bietet jetzt eine offizielle Endkunden-API an.
Bisher regelt evcc deterministisch nach Regeln. Mit dem Optimizer kommt eine vorausschauende Planung im Viertelstundenraster dazu, die PV-Prognose, Strompreise und Verbrauchsverhalten einbezieht. Wir diskutieren, warum Wärme dabei viel schwerer planbar ist als ein Autoakku und Dennis bringt sein eigenes Setup mit Heartbeat AI und Wärmepumpe in die Runde.
Zum Schluss geht es um den Alltag im Core-Team zwischen GitHub-Issues, seltenen Calls und einem ersten Community-Treffen und darum, wie AI-generierte Pull Requests und ein AI-Bot für Issues die Arbeit am Projekt gerade verändern.
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