#237 Immer am Monatsende

Antonio ist Gastronom mit Leib und Seele. Seit 2011 betreibt er in Hamburg-St. Georg seine kleine, erfolgreiche Trattoria „Casa Antonio“ – sein Lebenswerk, in dem er zugleich kocht und seine Gäste bedient. Als 2012 dann Umut das Lokal betritt, beginnt alles harmlos. Doch aus einer vermeintlichen Männerfreundschaft wird schnell ein Abhängigkeitsverhältnis. Umut stärkt Antonio den Rücken – so wirkt es zumindest. Tatsächlich lässt er sich diese Hilfe teuer bezahlen: Über knapp zwei Jahre zahlt Antonio insgesamt 25.000 Euro. Als Antonio im Herbst 2015 nicht mehr zahlen kann, steht Umut plötzlich mit einer Waffe vor ihm. Ein Gerangel entsteht, die Kontrolle geht verloren – und am Ende fällt ein Schuss.
In dieser Folge von „Mordlust – Verbrechen und ihre Hintergründe“ geht es um vermeintlichen Schutz, um einen Kreislauf, der sich immer weiter zuspitzt, und um Erpressung. Vor allem aber um die Frage, wo Notwehr endet und Totschlag beginnt – und was passiert, wenn Selbstjustiz selbst vor den Türen des Gerichtssaals nicht halt macht.
Expertin in dieser Folge:
Kriminologin und Soziologin am Zentrum für Kriminologische Forschung Sachsen in Chemnitz, Dr. Kristin Weber
Credit
Produzentinnen/Hosts: Paulina Krasa, Laura Wohlers, Jon Handschin
Recherche: Paulina Krasa, Laura Wohlers, Marlene Borchardt
Schnitt: Pauline Korb
Rechtliche Abnahme: „Abel und Kollegen“; Benedikt Müller
Shownotes
Urteil: LG Hamburg, Aktenzeichen 601 Ks 4/16
Spiegel: „Der Mann, der seinen Erpresser einbetonierte“
Die Zeit: „Das Opfer wurde zum Täter“
Die Welt: „Erneute Verhandlungen um Todesfall im „Casa Alfredo“
Tagesspiegel: „Schutzgelderpressung: Alfredo M., das perfekte Opfer“
NDR, Gerichtssaal 237: „Einbetoniert: Die Leiche im Restaurant“
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