Beschreibung
„Ich frage mich, was vom Verstehen übrig bleibt, wenn einem sofort die passende Antwort zur Verfügung steht“, sagt Richard David Precht. Er erinnert an die Generation seines Vaters, für die Denken noch eine andere Bedeutung hatte. Es ging nicht nur darum, Antworten zu finden, sondern die Dinge wirklich zu durchdringen und zu verstehen. Doch welche Bedeutung hat das eigene Denken noch in einer Welt, in der künstliche Intelligenz auf nahezu jede Frage eine Antwort liefert? „Wir tragen die ganze Welt als Smartphone in unserer Hosentasche. Es findet eine Verschiebung statt. Es geht nicht mehr darum, Informationen selbst zu behalten, sondern nur noch um die Frage: Wie kommst du an Informationen ran?“, sagt Markus Lanz. Aber was bedeutet diese Entwicklung für unsere Fähigkeit, selbstständig zu denken? Was bleibt von der menschlichen Kreativität, wenn wir das Denken zunehmend an Maschinen auslagern? Und ist Prechts Sorge vor einer schleichenden Zerstörung unserer Kultur tatsächlich berechtigt?
