Beschreibung
Nach der Einigung mit Frankreich werden die strengen europäischen Vorgaben für Autos mit Verbrennermotor gelockert. Ob das etwas nutzt?
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will das europäische Verbot für Autos mit Verbrennermotoren kippen und hat nach langen Verhandlungen nun in dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron einen Mitstreiter gefunden. Im F.A.Z.-Podcast für Deutschland erklärt der Brüssel-Korrespondent Hendrik Kafsack, womit sich Frankreich überzeugen ließ. Aus einer 100-prozentigen CO-2-Minderung werden 90 Prozent, und zwar als Durchschnittswert über die Neuwagenflotte eines Herstellers. Hinzu kommt eine Kategorie für Autos, die mit Biokraftstoffen fahren, sowie Förderung nur für Elektroautos aus Europa. Seine Diagnose ist ernüchternd: „Die Menschen mögen es einfach nicht, wenn man ihnen Dinge verbietet.“ Von der Leyen habe sich, so Kafsack, nur unter größtem Druck bewegt.
Der F.A.Z.-China-Korrespondent Gustav Theile zeichnet aus Shanghai das Bild einer Branche, deren Zentrum längst woanders liegt. „Das Kraftzentrum der globalen Automobilindustrie ist in China und wird auf absehbare Zeit in China bleiben“, sagt er. Staatliche Milliarden, konkurrierende Provinzen und ein Markt, der kaum Gewinne abwirft, prägen diese Entwicklung. Der internationale Erfolg ist teuer erkauft: Das Reich der Mitte steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise.
Hosts: Corinna Budras
Mitarbeit: David Brucklacher, Kevin Gremmel, Quentin Pehlke
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