Beschreibung
Die Lage auf den globalen Energiemärkten spitzt sich zu. Die Energieexpertin Tatiana Mitrova sieht eine globale Ölkrise mit schwerwiegenden Folgen. Wir sprechen über Ursachen und Szenarien.
Vor knapp zwei Wochen haben sich in Austin, Texas die Größen der US-amerikanischen Ölbranche getroffen. Die Stimmung war angespannt. Auf der ganzen Welt gehen Ölreserven zur Neige. Die verbleibenden Vorräte böten nur “begrenzt Schutz gegen eine anhaltende Unterbrechung der Ölversorgung”, schreibt die OECD selbst.
Genau das ist aber die Lage: Hormus, die Houthis am Roten Meer, ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien. Die Krisen überlagern sich und der Ölpreis ist seit dem Sommer wieder deutlich angestiegen. "Ich würde sagen, dass wir schon in einer globalen Ölkrise stecken. Es gibt einen spürbaren Nachfrageeinbruch und das wird langfristig Auswirkungen haben, für die nächsten 20 bis 30 Jahre. Das wird ähnlich sein wie die Ölkrise in den siebziger Jahren", sagt Tatiana Mitrova vom Center for Global Energy Policy an der Columbia University.
Die Konsequenzen sind schon jetzt politisch spürbar, ganz konkret sieht man das an Rekorddieselpreisen in den USA. Einige Beobachter rechnen schon mit einem demokratischen Erdrutschsieg bei den Zwischenwahlen. Wie berechtigt diese Hoffnungen der Demokraten sind und auf welche Wunderwaffe Trump im Kampf gegen die hohen Energiepreise hofft - auch das klären wir in dieser Ausgabe von Machtprobe.
Hosts: [Felix Hoffmann]
Mitarbeit: [Marie Welling, Kathrin Jakob, Lilli Belewski]
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