Shownotes für die Kanzlerin

Baywatch Berlin

Die drei Betreiber des Podcasts „Baywatch Berlin“ haben ja ohnehin schon jeweils ihr Päckchen zu tragen.

Jakob richtet mittlerweile sein komplettes Leben danach aus irgendwann beim Rundfunk Berlin Brandenburg vor weniger als zehn lebendigen Zuschauern erzählen zu dürfen, welche Straßen seiner Heimatstadt am tollsten sind.

Schmitt hat nicht nur Stress mit „seine Viecher" (Lundt über Thomas' Katzen), sondern verbringt mittlerweile so viel Zeit damit in seiner komplett durchtechnisierten Wohnung irgendwelche Batterien zu wechseln, dass sogar seit neuestem eine Mitarbeiterin der Caritas regelmäßig nach ihm schaut, um ihn an wichtige Dinge wie regelmäßiges Duschen oder ans Telefon gehen zu erinnern.

Klaas hat nach wie vor große Probleme mit seiner Wett-Spielsucht und sein Lieblingsspiel auf dem Handy ist leider nach wie vor die PayPal App.

Was passiert also, wenn man diesen drei sozialen Wackelkandidaten das Einzige nimmt, das sie noch auf zwei Beinen hält? Den regelmäßigen Schlaf und ein, wie jeder gute Therapeut weiß, wichtiger strukturierter Tagesablauf.

Pro Sieben hat nämlich in dieser Woche aus einer Sektlaune heraus entschieden, dass „Late Night Berlin“ um ca. 03:00 nachts laufen soll und das ganze bitte "Live!" weil wegen: Ist so.

Die Baywatch Berlin Themenwahl in der Aufzeichnung am Nachfolgetag fiel dementsprechend wirr aus:

Nimmt Bohlen noch zwei Bier mit und rutscht auf der Notrutsche in die Freiheit? Wie trocknet man sich so die Haare ab, dass man danach zum Arzt muss? Was eignet sich besser zur leichten Unterhaltung: Ein schlecht laufender Hundefriseur oder eine tödliche Krankheit? Warum sieht Kai Pflaume mittlerweile aus wie sein eigener böser Zwilling? Warum macht Mariah Carey immer so einen Aufstand, wenn ihr im Penny Markt einer doof im Weg steht? Und sollen wir beim Osterlockdown einfach zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, und erstmal unsere Großeltern im Garten verstecken?

Ich kann euch eins versprechen: Wer sich hier "abgeholt" fühlt oder gar ein inhaltliches Muster erkennt, sollte dringend mal zum Arzt gehen.

P.S. Schmitt hat ne neue Friseur, aber tut uns einen Gefallen: Macht da im Internet jetzt nicht so ein Riesending draus, ok?

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Frohe Ostern wünscht ALDI!

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"Hallo liebes Baywatch Berlin Team,

ich würde mich als eine eurer größten Fans*Fänin bezeichnen. Doch leider hat mich der letzte Podcast kurz vor Schluss sehr entrüstet.

Es ging um den Impfstoff Astra-Zeneca und die neu erkannte Impfreaktion. Klaas hat da leider etwas unpassend argumentiert. Ich bin Frau und Medizinstudentin und maße mir somit an euch darauf hinweisen zu dürfen. Da er leider nicht der einzige war, der diesen Vergleich angestellt hat, möchte ich die Möglichkeit nutzen, dies richtig zu stellen. Der Vergleich Pille und AstraZeneca Impfung ist unpassend aus folgenden Gründen.

  1. Die Impfung von AstraZeneca hat eine ähnliche aber nicht die selbe Nebenwirkung. Es geht hier um die Häufung von Hirnvenenthrombosen, auch Sinusvenenthrombosen genannt. Da ist ein wichtiger Unterschied bezüglich der Letalität. Es ist richtig, dass die Pille die Nebenwirkung hat, welche das Risiko für Thrombosen um Allgemeinen erhöht, jedoch nicht explizit das der Sinusvenenthrombosen.

  2. Es wurde begonnen, eine für die Bekämpfung der Pandemie notwendige Impfung zu vergleichen und zu legitimieren, durch den Vergleich mit bereits zugelassenen Mitteln. Gute Idee soweit. Allerdings wurde hier meiner Meinung nach das falsche Medikament genutzt.

Die Pille kann nur die circa Hälfte der Bevölkerung nehmen und ist nur für diese zugelassen. Das sind Frauen, nicht die Männer. Die Impfung ist für alle zugelassen und sollten alle nutzen. Die Nebenwirkungen sind nicht identisch. Die Pille wird freiwillig nach Abwägung eingenommen, es gibt andere Alternativen, die eingenommen werden können. Die Impfung wird zwar im Moment auch freiwillig angenommen, auf Dauer ist sie aber wahrscheinlich ein Muss, um zu einem normalisierten Leben zurück zu kehren. Es ist vor allem unter Frauen bekannt, wie schädlich und gesundheitlich belastend die Pille ist, es gibt viele Frauen, die diese nie wieder nutzen wollen und es wird sich ständig gefragt, wie es möglich ist, dass so ein Medikament zugelassen ist. Somit ist es sehr unpraktisch eine für die Bekämpfung der Pandemie notwendig Impfung mit der Pille zu vergleichen. Leider habe ich oft gesehen, dass Cis-Männer diesen Post veröffentlicht haben, mir ist auch klar, dass der Hintergedanke ein gut gemeinter war. Jedoch ist der Vergleich sehr unpassend gewählt. Viel mehr weißt er nochmals darauf hin, dass es eine sehr grosse Ungleichheit im Umgang mit Verhütung gibt, und die Frauen einem gesundheitlichen und psychischen Risiko ausgesetzt werden, was von der Gesellschaft und Medizin einfach hingenommen wird.

Außerdem sollte Klaas ja eigentlich Jakobs Frage, wie das passieren konnte beantworten. Hat er nicht. Die Antwort wäre:

Die Studien wurden alle korrekt durchgeführt, zwar schneller aber nicht ungenauer. Allerdings ist in der Studie zur Zulassung der Impfung einfach nie ein Fall von diesen Hirnvenenthrombosen aufgetreten. Nur deshalb stehen sie nicht im Beipackzettel. Somit kein Fehler der Forschung oder Regierung.

Ich bitte euch, dies zu lesen und richtig zu stellen, da vor allem wir Frauen sehr mit der Medizin bezüglich der Pille zu kämpfen haben und dieser Vergleich nicht unterstützend wirkt

Danke !!

Alles Liebe alles Gute

xxx"