Menschenhandel in Gstaad? Der Prozess um die Ausbeutung von 40 Frauen

Es ist ein Blick auf die Schattenseiten hinter den pompösen Fassaden von Gstaad: Ein serbisches Ehepaar und deren Tochter (resp. Stieftochter) soll 40 Frauen jahrelang ausgebeutet haben. Die mutmasslichen Täter stehen aktuell vor Gericht.
Der Prozess öffnet ein Fenster in eine andere Welt. In das System Gstaad, das auf Diskretion beruht. Und auf einem Machtgefälle zwischen jenen mit Unmengen von Geld und jenen, die für diese Menschen arbeiten.
Am Prozess vor dem Regionalgericht Oberland in Thun wird nun über den Fall verhandelt. Wie genau soll das System funktioniert haben? Wussten die Auftraggeber von den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen? Und wie könnte der Prozess ausgehen?
Bundeshausredaktor Quentin Schlapbach gibt Einblicke in den Fall. Er berichtet seit Jahren über Gstaad und nun auch über den Prozess in Thun. In der neusten Folge des täglichen Podcasts «Apropos» erzählt er davon.
Host: Philipp Loser
Produzentin: Jacky Wechsler
Prozess zu Menschenhandel in Gstaad
- Die serbischen Putzfrauen arbeiteten auch für Madonna – für 5.50 Franken pro Stunde
- «Die Frauen waren zufrieden und wollten immer wiederkommen»
- Sie putzten für die Reichsten der Schweiz – 7 Tage pro Woche, 16 Stunden am Tag, für 1500 Franken im Monat
- «Wenn es nötig war, habe ich sogar zum Staubsauger gegriffen»
- Sie mussten zehn Freier am Tag bedienen – vom Lohn sahen sie nur die Hälfte
- Die Top 50 in der Oase der Superreichen
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