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Lucius II PC Test

Nachdem der erste Teil von Lucius in Deutschland indiziert wurde, können wir zumindest den zweiten Teil und damit die direkte Fortsetzung spielen. Aber lohnt es sich denn überhaupt? Irgendwie nicht wirklich. Denn obwohl die Story in ihren Grundzügen ganz interessant ist, so ist die schleppende Erzählung und das sinnlose Töten kein wirklich guter Anreiz zum Spielen. Vor allem weil es auch nicht gruselig ist. Es wird zwar als Horrorspiel angepriesen, hat aber keine Atmosphäre oder erschreckende Momente und nur weil ein paar NPCs durch einen Ventilator oder ähnliches zerstückelt werden, garantiert das keine Gänsehaut. Dennoch ist die Idee mal selbst der Spross Satans zu sein und böse Missetaten durchzuführen ganz nett. Ein bisschen mehr Raffinesse hätte dem Spiel trotzdem gut getan, vielleicht eine spannendere Story oder Charaktere mit mehr Persönlichkeit. Ansonsten sind die Rätsel auch nicht sehr anspruchsvoll. Tricks, wie man den Wächter zur Strecke bringt, sind schnell ausfindig gemacht und Barrieren fix überwunden. Was aber das Spiel komplett lächerlich macht, ist die KI der NPCs. Hat dich ein Wächter zum Beispiel erwischt, wirfst du ihm kurzer Hand eine Geldbörse oder wahlweise ein Sandwich vor die Füße und er ist so darauf fixiert, dass du nur noch Luft für ihn bist. Zumindest ist das Spiel an dieser Stelle echt lustig, auch wenn eher ungewollt: "Was macht der Junge hier draußen,... oh ein Sandwich!" Wer schon immer mal wissen wollte, wie es sich anfühlt, der kleine Liebling des Fürsten der Finsternis zu sein, der mag vielleicht mit dem Spiel seine Freude haben. Im Ganzen wird man aber eher ernüchtert zurückgelassen.

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    GameFeature Redaktion
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